Schwangerschaft

  • Der Alkohol als Zellgift kann in der fetalen Entwicklung schwere Schäden beim Fötus verursachen.
  • Alkohol passiert die Plazentaschranke schnell und kann die Entwicklung aller Organe des Fötus und besonders das Zentralnervensystem (ZNS) beeinträchtigen.
  • Je höher der Alkoholkonsum, desto grösser das Risiko eines Schadens beim Fötus.
  • Eine Schwangerschaft ohne Alkohol ist die einzige Möglichkeit, alkoholbedingte Störungen bei Neugeborenen sicher zu vermeiden. Diese Vorsichtsmassnahme wird empfohlen, obwohl Forschungsergebnisse darauf hinweisen, dass eine kleine Menge Alkohol (weniger als ein Glas pro Woche) nicht mit einer Risikoerhöhung für die Entwicklung von Schäden beim Kind zusammenhängt. Basierend auf der aktuellen Forschungsliteratur ist es nicht möglich, eine risikofreie Trinkmenge oder ein risikofreier Zeitraum in der Schwangerschaft zu bestimmen, bei dem der Alkohol keinen negativen Effekt auf den Fötus hätte.
  • Die Gesamtheit der Probleme, die sich wegen einer fetalen Alkoholexposition manifestieren und die in jedem Alter auftreten können, wird mit dem Begriff Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD) zusammengefasst. Die schwerste, aber auch seltenste Schädigung ist das Fetale Alkoholsyndrom (FAS).
  • Da fast die Hälfte aller Schwangerschaften nicht geplant ist, sollten schwangere Frauen sowie alle Frauen im gebärfähigen Alter breit und gut informiert werden.
  • Im Allgemeinen verhalten sich Frauen, die schwanger werden möchten, schwanger sind oder stillen, im Hinblick auf Alkohol verantwortungsbewusst.
  • Und doch geben auch etwa 14% der Frauen in der Schweiz an, während der Schwangerschaft (gelegentlich) Alkohol getrunken zu haben.
  • Risikofaktoren für Alkoholkonsum in der Schwangerschaft:
    • Rauchen oder Konsum anderer psychoaktiver Substanzen (eigener Konsum oder Konsum des Partners)
    • Niedriges Einkommen, vgl. auch "Soziale Situation"
    • Aber auch: hoher Schulabschluss oder höherer beruflicher Status (in Zusammenhang etwa mit Stress, Belastung wegen hoher Verantwortung, geselligen Gelegenheiten)
    • Beeinträchtigte psychische Gesundheit, Gewalterfahrungen 

 

Impressum